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 Presse-Archiv

 2007-07-13: Frank Stone - Herbert Schoppmann  zurück 
(Gemeinde-Nachrichten)

Der angesehene Molekularbiologe Frank Stone hat, wie sein berühmter Vorfahr, einen Lebenstraum: Er will den perfekten Menschen schaffen. Da er aber moderner Wissenschaftler ist, hat er mit der veralteten Leichenschnippelei rein gar nichts mehr zu tun: Sein Arbeitsplatz ist der Computer und seine Materialien Reagenzgläser.
Seine beiden Helfer, Jeremias und Arthur, dieselben buckligen Kreaturen wie früher, können sich damit aber überhaupt nicht anfreunden. Alle naslang schleifen sie auf lehm verschmierten Sohlen eine auf dem Friedhof geklaute Leiche ins Haus und sind enttäuscht darüber, dass ihr Boss sich nicht freut und sie lobt... Stattdessen schimpft er sie aus („Damit hab ich nichts mehr zu tun, wie oft soll ich euch das noch sagen!") und die beiden schmollen („Och, früher war alles irgendwie viel romantischer, mit Hacke, Spaten und Laterne auf dem Friedhof...). Frank kann sie ja doch ein kleines bisschen verstehen („Na ja, stimmt schon, dann bringt sie halt in den Keller"), und hat deshalb natürlich den Keller voller Leichen, die er nicht mehr braucht... Mit in seinem Haus wohnt seine Ex-Frau mit ihrem neuen Mann, Rolf, der von ihm selbst geschaffenen Kreatur. Außerdem wird er dauerverfolgt von einer alternden Schauspielerin, die sich, weil sie nur noch alte Schachteln spielen darf, von Frank die gentechnisch erzeugte ewige Jugend erhofft. In dieses Gruselkabinett platzen abwechselnd der mit Baldrian gedopte und doch ewig nervöse Inspektor und die Heilige Schwester, die auf Seelenfang (und ein kleines bisschen neugierig...) ist. Ach ja, zwei beinahe erwachsene Kinder hat Frank auch noch, die ebenfalls Papas moderne Genpanscherei im Gegensatz zur „Handarbeit" ziemlich uncool finden. Eines Tages passiert es: Frank produziert die perfekte Menschheit. Durch einen Unfall. Sein Brutbeschleuniger explodiert, sämtliche manipulierten Gene fliegen frei in der Luft herum und verändern im Eiltempo die Erbanlagen aller Lebewesen. Alle sind schön, glücklich, gebildet, angstfrei; jedes Gemüse sieht gleich aus, jeder Wein schmeckt gleich. Nur: merken tut das keiner, weil die Einbildungskraft dank gentechnischer Tabletten jedem das vorgaukelt, was er sich wünscht. Es bleibt aber nicht bei Friede, Freude Eierkuchen...
Sehen Sie dieses Theaterstück, erarbeitet in einer Jumelage des Theatervereins mit dem Gymnasium Bammental vom 19. - 21. und am 23. 7., jeweils 19.30 Uhr in der Aula des Gymnasiums.