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 Chronik

 Der Schatten » zurück zur Gesamt-Liste 
Autor: Jewgeni Schwarz
Regie: Steffi Bittner
Lena Malkus
C. Müller-Donhuijsen
Aufführungsort: Bammental, Evangelisches Gemeindehaus
Zeitraum: 2011-07-22 bis 2011-07-25

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 Kritik 
(Rhein-Neckar-Zeitung, 28.03.2011)
„Der Schatten“ überzeugte

Mit der Aufführung der Märchenkomödie von Jewgeni Schwarz setzt die Theater-AG neue Maßstäbe

Bammental. Es hat so kommen müssen, das war unvermeidlich, da gab es keine Alternative. Gerade eben hatte sich der „Finanzminister“ von seinen weiblichen „Lakaien“ in die Positur „Heitere Sorglosigkeit“ hieven lassen, als eine seiner Dienerinnen sich ein Kichern nicht mehr verkneifen konnte. Sie senkte zwar den Blick, damit das Publikum das nicht merkt. Doch das war anderweitig beschäftigt. Es kämpfte nämlich selbst mit seinen Lachtränen.
Ja, tatsächlich, bei der Aufführung des Stückes „Der Schatten eine russische Märchenkomödie“, zu dem sich der Autor Jewgeni Schwarz von Hans Christian Andersens Märchen „Der Schatten“ inspirieren ließ, kam es im Saal des evangelischen Gemeindehauses mehrfach zu enormen Heiterkeitsausbrüchen und Spontanapplaus.
Hierhin hatte die The4ater-AG des Bammentaler Gymnasiums Schauspielfreunde aus nah und etwas ferner eingeladen, um diesen aufzuzeigen, weshalb man zuvor Proben über Proben absolviert hatte. Doch dürfte allen Gästen spätestens nach einer Viertelstunde klar geworden sein, dass sich dieser Abend als ein Meilenstein in der Geschichte des Schultheaters entpuppen wird.
Beginnend mit dem famosen Bühnenbild, das selbst in professionellen Schauspielhäusern Lob einkassiert hätte. Aber auch Regie, Licht- und Tontechnik, Maske und Kostüme bestachen durch jede Menge Akkuratesse und Ideenreichtum. „Backstage“ hatte die AG zweifelsohne ganze Arbeit geleistet, doch was würde all dies nutzen, wenn schlussendlich das Ensemble nicht so recht auf Touren kommt.
Genau das kamen die schauspielernden Schülerinnen und Schüler jedoch, und zwar von der ersten Sekunde an und noch dazu ohne Ausnahme. Den Weg in die richtige Richtung wies schon der Auftakt durch die grandios-lakonisch auftretende „Unke“, alles was danach kam, stellte sich mimisch und sprechtechnisch als hervorragend heraus.
Zugleich war zu spüren, dass hier nicht einfach einstudierte Parts abgespult werden. Vielmehr haben die Darsteller ihre Rollen mit höchster Spiellust und Identifikation angenommen und widmen sich den mitunter furiosen Dialogen voller Hingabe. Fazit: Theater pur!
Für die letzte Darbietung am heutigen Montag um 19 Uhr könnte es womöglich noch Eintrittskarten geben.
(Werner Popanda)